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Willkommen: Sozialkontor nimmt Geflüchtete auf

Fünf Menschen aus der Ukraine leben jetzt in Wohnangeboten des Sozialkontors. Weitere sollen folgen.

Die Versorgung ist von einem Tag auf den anderen zusammengebrochen, sie mussten ihre Heimat verlassen und brauchen nun neben Wohnraum auch Assistenzleistungen: Menschen mit Behinderung sind in besonderem Maße von den Folgen des Krieges in der Ukraine betroffen.

Als einer der ersten Hamburger Träger bietet das Sozialkontor jetzt fünf Geflüchteten einen sicheren Wohnort. So lebt seit dieser Woche unter anderem eine körperbehinderte Frau mit ihrer Mutter und Großmutter in einer Wohnung des Angebots „Wohnen & Assistenz Klotzenmoor“ in Groß Borstel.

„Der furchtbare Krieg in der Ukraine und die vielen flüchtenden Menschen bewegen uns sehr. Wir sehen es in unserer Verantwortung, Menschen mit Behinderung aufzunehmen“, sagt Kay Nernheim, der Geschäftsführer des Sozialkontors.

Derzeit laufen Gespräche mit der Sozialbehörde und anderen sozialen Trägern, um die Finanzierung der Leistungen für Geflüchtete mit Behinderung zu regeln. Bis alle Fragen geklärt sind, sorgen das Sozialkontor und seine Mitarbeitenden auf unbürokratischem Weg für das Nötigste.

„Eigentlich sind unsere Zimmer unmöbliert, aber für unsere Gäste aus der Ukraine haben wir einen Schrank, Betten, Tisch und Stühle angeschafft“, sagt Wojciech Bordin, Teamleitung „Wohnen & Assistenz Klotzenmoor“. Auch eine Grundausstattung mit Küchenutensilien und Lebensmitteln haben die Mitarbeitenden organisiert – zum Teil durch private Spenden. Ein beim Sozialkontor beschäftigter Bundesfreiwilligendienstleistender aus Russland übersetzt zudem für die geflüchtete Familie und unterstützt sie bei bürokratischen Hürden.

Das Sozialkontor hat noch Kapazitäten, um weitere Menschen aufzunehmen. Zudem prüft der soziale Träger zurzeit, ob er ukrainischen Geflüchteten Arbeits- und Ausbildungsplätze anbieten kann.

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