Zum Hauptinhalt springen
Logo: Sozialkontor Hamburg - Zur Startseite

tb

Tina, wie sahen Deine Schwerpunkte Sozialkontor aus?

Ich habe in der Corona-Zeit im Oktober 2020 im Sozialkontor angefangen, mit der Folge, dass ich schon zwei Monate später die Teststrategie für das Sozialkontor zu organisieren hatte – für die besonderen Wohnformen galten ja besonders strenge Auflagen. Eine spannende Art, anzukommen.
Mit dem Weggang der Geschäftsbereichsleitung Pflege übernahm ich auch den ambulanten Pflegedienst sowie die Projekte Sterntwiete und Hafentor.

Was hat sich in den Jahren mit Dir verändert?

In dem neu geschaffenen Geschäftsbereich habe ich einen Schwerpunkt darauf gelegt, eine Struktur für die interne Vernetzung auf- und auszubauen. Im Idealfall kann das, z.B. bei Personalausfall, auch für Synergien sorgen. Das klappt im Bereich Wohnen mit Assistenz schon ganz gut und kann noch besser werden, was den Bereich der Besonderen Wohnformen angeht. Im Lauf der Zeit ist so unter anderem auch die Idee für ein eigenes Fortbildungskonzept für den Bereich MeH entstanden, die jedoch noch ganz am Anfang steht.

Welche Projekte liegen Dir besonders am Herzen?

Tatsächlich liegt mir das Zusammenwachsen des Geschäftsbereichs besonders am Herzen. Mit den beiden neuen Standorten Hafentor und Sterntwiete hat sich dieser ja noch vergrößert. Die Basis bildet das gemeinsame Fachkonzept – der ganze damit verbundene strategische Prozess spielt eine wichtige Rolle, um als Geschäftsbereich MeH selbstbewusster nach außen auftreten zu können.

Wie kam es zu Deinem heutigen Schwerpunkt?

Ich bin Betriebswirtin im Gesundheitswesen geworden, weil ich mich auf diese Weise mit Menschen beschäftige, und nicht mit, sagen wir, Autoreifen oder Gewürzgurken. Ich habe längere Zeit im Krankenhausmanagement und in einem Therapiezentrum gearbeitet. Für das Sozialkontor bin ich dann in die Sozialwirtschaft eingetaucht. Auch hier stehen Menschen im Mittelpunkt des Arbeitens – das passt gut zu mir.

Wohin zieht es Dich nun?

Es zieht mich nach Hammerbrook zu einer Position mit noch mehr Handlungsspielraum, als Vorständin eines Hamburger Trägers der Kinder- und Jugendhilfe. Schön ist, dass ich weiter mit dem Rad zur Arbeit fahren kann.

Auch in Deinem neuen Job verlässt Du den sozialen Bereich nicht. Was sind dort die neuen Herausforderungen?

Sozialwirtschaft bleibt es, aber der Personenkreis der Kinder und Jugendlichen ist wieder neu für mich. Mein Kompagnon – er ist Sozialpädagoge – und ich bilden zusammen eine Doppelspitze, in der sich unsere Kompetenzen sehr gut ergänzen sollten. Ich werde dort meine betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten noch mehr einbringen können. Das Unternehmen hat 300 Mitarbeitende, eine stabile Basis, auf der aufgebaut werden soll.
Eine Herausforderung besteht auch darin, dass nahezu alle Mitarbeitenden sozialpädagogisch ausgebildet sind, und zudem vielfach schon seit Jahren im Unternehmen, während ich als betriebswirtschaftliches „Einhorn“ einsteige. Auf genau dieses Spannungsfeld freue ich mich: In ein etabliertes Unternehmen zu kommen und zu helfen, BWL zum Anfassen zu vermitteln.

Gibt es etwas, was Dich besonders antreibt?

Die Aufgabe, eigentlich nüchterne Zahlen so zu vermitteln, dass sie alltagsgeschäftstauglich sind. Leute zusammenbringen und aus der Mitte heraus zu gucken: Wo wollen wir eigentlich hin? Dabei ist meine Motivation, BWL und Kommunikation mehr zusammenzubringen. Das war tatsächlich schon immer so.

Was nimmst Du mit?

Ganz viel. Die Offenheit für Beratung durch andere. Die Bereitschaft zu lernen und sich auszutauschen. In der Sozialwirtschaft herrscht ein sehr freundlicher Umgangston, das gefällt mir – es kann allerdings hinderlich sein, wenn darüber Konflikte nicht angegangen werden.
Ich habe hier auch viele starke Persönlichkeiten kennengelernt, darunter viele Frauen – das nehme ich besonders gerne mit. Ich hoffe, dass einige Kontakte erhalten bleiben. 

Was möchtest Du den Kolleg*innen noch mit auf den Weg geben?

Der Geschäftsbereich ist auf einem sehr guten Weg und bereit für weiteres Wachstum. Ich hoffe, dass ihr so weitermacht und insbesondere den Austausch und den Zusammenhalt untereinander weiter intensiviert!

Was ist Dir wichtig im Job?

Gestaltungsfreiheit. Aber auch das Miteinander mit anderen. Wenn das nicht stimmt, macht es keinen Spaß.

Gibt es etwas, das Du gar nicht magst?

Elfenbeintürme und Entscheidungen im stillen Kämmerlein. Egoismus und Engstirnigkeit. Und Spinnen.

Was machst Du am liebsten, wenn Du mal nicht arbeitest?

Sport. Ich brauche den Ausgleich für die Arbeit. Ich bouldere zwei bis dreimal die Woche. Wenn ich kann, fahre ich Rennrad, jogge, schwimme.
Ich reise auch gerne, in unterschiedlichen Konstellationen: Mit meiner Patchwork-Familie, meinem Partner, meinen Eltern, alleine. Ich kann aber auch sehr gut einfach im Park liegen und lesen.