Baris Önes besucht Treffpunkt Mümmelmannsberg

Der Bürgerschaftsabgeordnete Baris Önes informiert sich im Treffpunkt Mümmelmannsberg über die Angebote des Sozialkontors, Aktionen im Stadtteil und aktuelle soziale Herausforderungen.

Was passiert eigentlich in einem Treffpunkt des Sozialkontors? Das fragte sich auch SPD-Bürgerschaftsabgeordneter Baris Önes und stattete dem Treffpunkt Mümmelmannsberg einen Besuch ab. Der Politiker will sich vor Ort ein Bild davon machen, wie das Sozialkontor die Menschen im Quartier unterstützt. Denn als Bürgerschaftsabgeordneter ist er in den Stadtteilen Wilhelmsburg, Finkenwerder, Rothenburgsort, Veddel und eben auch Billstedt aktiv, wozu Mümmelmannsberg gehört.

Teamleitung Oksana Umland, Geschäftsbereichsleitung Teilhabe mit Assistenz & Sozialpsychiatrie Elbe Nord (ASP) Simon Steinwachs und zwei Mitarbeiterinnen aus dem ASP-Bereich empfingen Baris Önes mit Kaffee, Keksen und Wassermelone zu einem lockeren Austausch.

 „Mein Ziel ist es, zu sehen, was ihr hier macht, und zu gucken, wie man vielleicht helfen kann“, sagt der Politiker zu Beginn des Treffens. Die Runde tauscht sich zunächst über ihre Erfahrungen in Mümmelmannsberg aus: die große Verbundenheit vieler Bewohner*innen mit ihrem Stadtteil, das enge nachbarschaftliche Miteinander und die kulturelle Vielfalt – aber auch über Armut, Einsamkeit, psychische Belastungen und fehlenden bezahlbaren Wohnraum.

Beratung, Begegnung und gemeinsame Aktivitäten

Im Mittelpunkt des Gesprächs steht aber die Arbeit des Treffpunkts, die vor allem aus Assistenz in der Sozialpsychiatrie und Hilfen zur Erziehung besteht. „Wir bieten Menschen mit und ohne Behinderung niedrigschwellig die Möglichkeit zur Begegnung“, erklärt Oksana Umland. Zum Angebot gehören unter anderem gemeinsame Frühstücke und offene Sozialberatung. Mitarbeitende unterstützen beispielsweise dabei, Schreiben von Behörden zu verstehen, Anträge auszufüllen oder die passende Fachberatungsstelle zu finden.

Hinzu kommen kreative und gemeinschaftliche Angebote, Ausflüge sowie Projekte für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Einige davon werden durch Stiftungen und Fördermittel ermöglicht. Auch Feste verschiedener Religionen und Kulturen gehören zum Programm. Damit ist der Treffpunkt seit Jahren ein fester Bestandteil des Stadtteils.

Von den künstlerischen Ergebnissen, die das Treffpunkt-Team dem Politiker im Kreativraum zeigt, ist er besonders begeistert: „Ich finde es toll, wenn Menschen, insbesondere Kinder, hier die Möglichkeit haben, sich kreativ auszuprobieren, was ihnen Zuhause vielleicht nicht möglich ist. Umso besser, wenn sie dadurch sogar noch ein Erfolgserlebnis haben.“

Möglichkeiten zu bekommen, liegt dem 41-Jährigen besonders am Herzen: Selbst in Billstedt als Arbeiterkind aufgewachsen, macht er sich heute vor allem für Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche stark. Auch eigene Praktikant*innen nimmt er mit in seine Arbeit als Bürgerschaftsabgeordneter. Da die Hamburgische Bürgerschaft aber ein Teilzeitparlament ist, arbeitet Önes neben seinem politischen Amt als Rechtsanwalt für ein IT-Unternehmen.

Viele Angebote auf engem Raum

Die Gesprächsrunde thematisiert auch die räumliche Situation. Der Treffpunkt Mümmelmannsberg ist gemessen an der Zahl der Mitarbeitenden und begleiteten Menschen der größte Treffpunkt des Sozialkontors. Die vorhandenen Räume reichen für die vielen Beratungen, Gruppen- und Begegnungsangebote jedoch kaum aus.

„Wir haben die ehemalige Apotheke gegenüber angemietet und renovieren sie gerade, um den Standort hier zu entlasten und damit die Kolleg*innen zusätzliche Büroräume haben, in denen sie in Ruhe arbeiten können“, erzählt Bereichsleiter Simon Steinwachs. Langfristig werden aber größere Räume benötigt – möglichst weiterhin in zentraler Lage und in der Nähe medizinischer und sozialpsychiatrischer Angebote.

Baris Önes kündigt an, die angesprochenen Anliegen mit in seine politische Arbeit zu nehmen und bei möglichen Kontakten zu Behörden, Bezirkspolitik und weiteren Verantwortlichen zu unterstützen. Sein Eindruck nach dem Besuch: „Hier kommen viele Menschen zusammen und es findet etwas Wichtiges statt.“

Melanie Golly / Sozialkontor