Inklusive Sesamstraße: Gefällt uns!

Ab 2. Oktober wohnt eine Figur mit Behinderung in der Sesamstraße. Die Leitung der Schulischen Ganztagsbetreuung im Sozialkontor Sarah Bartsch erklärt, warum das ein wichtiges Signal ist.


Elin ist sieben Jahre alt, mag Technik und Zahlen und nutzt einen Rollstuhl, um sich fortzubewegen. Diesen Herbst zieht die neue Puppenfigur in die Sesamstraße ein – und macht die Kinder-Fernsehserie ein Stück inklusiver.

Sarah Bartsch findet das klasse. „Die jungen Zuschauer*innen erfahren so, dass Vielfalt ganz normal ist“, sagt die Leitung der Schulischen Ganztagsbetreuung im Sozialkontor. „Menschen mit Behinderung gehören dazu, genau wie Ältere oder Menschen mit Migrationsgeschichte – so sieht gelungene Inklusion aus.“

Dabei böten TV-Figuren wie Elin oder auch Spielzeuge wie die Barbie-Puppe mit Down-Syndrom nicht nur Kindern mit Förderbedarf die Möglichkeit, sich darin wiederzuerkennen, sondern brächten das Thema Behinderung auch Kindern näher, die bisher kaum Berührungspunkte damit hatten. „Solche Beispiele sind sehr anschaulich, um etwa im Schulunterricht darüber zu sprechen“, so die studierte Pädagogin Sarah Bartsch. Sie kann sich gut vorstellen, dass auch die Kolleg*innen vor Ort in der Schulischen Ganztagsbetreuung des Sozialkontors mit den Schüler*innen über die neuen Sesamstraßen-Folgen sprechen.

Für die Zukunft wünscht sich Sarah Bartsch, dass auch Figuren mit weniger sichtbaren Behinderungen in Kindersendungen berücksichtigt werden. „Da fände ich zum Beispiel eine Person aus dem autistischen Spektrum spannend, die vielleicht auf eine besondere Art spricht oder ungewöhnliche Interessen hat“, sagt sie.

Die neuen Folgen der Sesamstraße mit Elin, der Figur im Rollstuhl, sind ab dem 2. Oktober zu sehen im KiKa, im NDR sowie in der ARD-Mediathek und auf www.sesamstrasse.de.