Tausende Menschen haben sich am Donnerstag (26. März) in Hamburg versammelt, um gegen sexualisierte Gewalt zu demonstrieren. Die große Beteiligung – laut Polizei mehrere Tausend, laut Veranstalterinnen deutlich mehr – zeigt, wie sehr das Thema viele Menschen bewegt. Auslöser der Proteste sind Vorwürfe der Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes gegen ihren Ex-Partner Christian Ulmen, die bundesweit Aufmerksamkeit ausgelöst haben.
Sozialkontor positioniert sich gegen digitale sexualisierte Gewalt
„Gestern sind in Hamburg viele Menschen auf die Straße gegangen, um ein klares Zeichen gegen digitale sexualisierte Gewalt zu setzen. Diese Stimmen sind wichtig – und sie dürfen nicht ungehört bleiben“, sagt Michael Wild von der Geschäftsleitung des Sozialkontors. „Wir im Sozialkontor stellen uns entschieden gegen jede Form sexualisierter Gewalt. Sie ist kein individuelles Problem, sondern ein gemeinsames – sie geht uns alle an. Daher fordern wir, dass Privatpersonen, Organisationen, Politik und Rechtsstaat alles daransetzen, Menschen wirksam zu schützen, Betroffene zu stärken und konsequent gegen Täter*innen vorzugehen. Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen. Ihr seid nicht allein.“
Die Demonstration in Hamburg ist Teil einer breiteren gesellschaftlichen Debatte – auch über digitale Formen sexualisierter Gewalt und notwendige gesetzliche Konsequenzen. Hier positioniert sich das Sozialkontor klar: Sexualisierte Gewalt – ob analog oder digital – erfordert konsequentes Handeln auf allen Ebenen. Entscheidend ist, dass Betroffene ernst genommen, geschützt und gestärkt werden und Verantwortung nicht weiter verschoben wird.
